Eric Bibb – Official website

Eric Bibb & Habib Koité Trio – Brothers from Bamako

Eric Bibb, einer der einflussreichsten Künstler des amerikanischen Blues, und Habib Koité, eine der wichtigsten Stimmen Westafrikas, geben sich in in der Centralstation die Ehre.

Ihre Familien hatten maßgeblich Einfluss, dass der amerikanische Blues-Musiker Eric Bibb und der Herzblut-Gitarrist Habib Koité aus Mali sich zu musikalischen Ausnahmekünstlern entwickelt haben. Beide entstammen einem Umfeld, in dem Musik zum Alltag gehörte.
„Ich beobachtete meine Eltern und da hat es einfach auf mich abgefärbt“, so beschreibt Habib Koité den Ursprung seiner Karriere. Seine Eltern und die 17 Geschwister musizierten alle, die meisten spielten Gitarre. Seine Mutter war eine Griotte – eine Sängerin, die epische und historische Texte Malis intonierte, um die Traditionen weiterzutragen. Der junge Habib Koité begleitete sie oft bei ihren Auftritten. Ein Onkel bemerkte das außergewöhnliche musikalische Talent des Jungen und so schickte ihn die Familie zum Musik-Studium nach Bamako. Der Grundstein für eine große Karriere war gelegt. Die samtig warme Stimme und der Einsatz fast vergessener Instrumente machen ihn bis heute einzigartig und bekannt weit über die Grenzen Afrikas hinaus. Die New York Times schreibt: „Seine Reputation als Gitarrist ist schon beinahe mythisch, er kombiniert Rock- und Klassik-Techniken mit Stimmungen aus Mali, die die Gitarre wie eine Kora oder N’Goni klingen lassen.“
Auch Eric Bibb traf schon als Kind zahlreiche Musiker – doch nicht einfach irgendwelche. Im Freundeskreis seines Vaters, dem Folk-Sänger und Schauspieler Leon Bibb, begegnete er in jungen Jahren Musikergrößen wie Pete Seeger, John Lewis und Bob Dylan. Letzterer soll dem damals Elfjährigen folgenden Rat gegeben haben: „Keep it simple. Forget all that fancy stuff“– und Eric Bibb fand zum Blues. Im Dunstkreis dieses inspirierenden Umfelds entwickelte er sich mehr und mehr zum Multiinstrumentalisten mit eigenem Stil: einer Mischung aus Folk und Blues, gekrönt von einer Stimme, über die ein Journalist der New York Times einmal schrieb, dass es sich für sie zu sterben lohne.
Dritter im Bunde bei dem Konzert am Samstag, dem 21. November, in der Centralstation ist der Perkussionist Mama Koné, der den Klangteppich legt, auf dem Bibb und Koité gesanglich agieren. Es wird etwas Besonderes, diese Begegnung zweier Stimmen aus zwei Kontinenten, die eines gemeinsam haben: Ihre Songs rühren an etwas, das im Dröhnen des popmusikalischen Alltagsgeschäfts verloren gegangen ist – die spirituelle Dimension der Musik.

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